Teratophyllum rotundifoliatum

Teratophyllum rotundifoliatum

ID: #952678

Description

Teratophyllum rotundifoliatum ist ein kletternder Farn aus der Familie der Dryopteridaceae (Wurmfarngewächse). Es handelt sich nicht , wie manchmal behauptet, um einen Vertreter der Hautfarne (Hymenophyllaceae). Heimisch ist T. rotundifoliatum auf Borneo, hier vor allem im malaysischen Teil (Sabah & Sarawak). Außerdem zu finden ist er im Süden der malaysischen Halbinsel und vereinzelt auch auf Sumatra. Er wächst stets in sehr dunklen und dauerhaft feuchten Habitaten und klettert dort über feuchte, bemooste Steine, verrotende Baumstämme und an den Brettwurzeln mächtiger Urwaldbäume. Dieser Farn ist ein absoluter Schattenspezialist und zeigt einige extreme Anpassungen an sein spezielles Habitat. Die Wedel sind, abseits der Blattadern, extrem dünn (90 bis 120 µm) und bestehen nur aus zwei Schichten von Epidermiszellen. Das eigentliche Blattgewebe (Mesophyll) fehlt komplett. Die Chloroplasten, die sonst eigentlich nur im Mesophyll vorhanden sind, sitzen bei diesem Farn in der Epidermis. Wie viele andere Schattenpflanzen zeigt auch Teratophyllum rotundifoliatum bei wenig Licht eine blaue Irideszenz. Dieser Farn hat dimorphe Wedel. Als junge Pflanze bilder er sogenannte Bathyphylle. Diese sind zunächst sehr einfach gestaltet und rundlich. Sie schmiegen sich eng an ihre Unterlage an. Mit zunehmender Größe (und Länge) differenzieren sie sich weiter aus und spalten sich in ein- bis zweifach gefiederte Wedel auf. Sie werden etwa 2 bis 6 cm groß. In dieser Phase sind unsere T. rotundifoliatum . Schließlich, nach vielen Jahren und etlichen Metern des Längenwachstums, bilden sich die sog. Acrophylle, welche dann auch die Sporen tragen. Diese sind viel, viel größer als die Bathyphylle und auch komplett anders gestaltet. Sie liegen nicht eng an der Kletterunterlage an sondern stehen weit ab und sind bis zu 40 cm lang! Diese ausgewachsene Phase ist extrem selten zu beobachten. Es gibt kein Foto eines Acrophylls von T. rotundifoliatum und nur wenige Herbarbelege, die Acrophylle enthalten. In Terrarienhaltung wird diese Form wohl nie erreicht werden. T. rotundifoliatum wächst sehr langsam. Nach unserer Erfahrung braucht er bei guten Bedingungen ca. 2 Jahre um 50 cm zu wachsen. Die Pflege im Tropenterrarium ist nicht schwierig, erfordert aber sehr viel Geduld. Du erhältst eine kräftige, gut bewurzelte Pflanze von ca. 5 bis 8cm Länge im 9cm Orchideentopf. Es handelt sich hier um Pflanzen mit bereits voll ausdifferenzierten Bathyphyllen, nicht um winzige Babypflanzen!

Price

€74.99

Last Updated

14 August 2026, 17:04 UTC

Store Information

Jungle Leaves

physical store

Location

Address: 486, Ewaldstraße, DE
Coordinates: 51.553504, 7.148666
Visit Store Website

More from Jungle Leaves

View all
Begonia brevirimosa ssp. exotica

Begonia brevirimosa ssp. exotica

€24.99

Begonia brevirimosa ist eine große, stammbildende Begonie mit knallig pinken Blättern. Sie ist eine der wenigen Blattbegonien, die helles Licht mögen und somit auch für hellere Standorte mit etwas direkter Sonne geeignet. Direkte Mittags- oder Nachmittagssonne ist allerdings doch zu stark für sie. Sie hat bis zu 35 cm große Blätter und kann (ohne Stütze) etwa 1,5m hoch werden. In der Natur wächst sie auf bis zu 1500m Höhe an sonnenexponierten Berghängen im Norden der Insel Neuguinea und auf dem Bismarck-Archipel. Sie kann dort bis zu 2m hoch werden und verliert im Winter (d.h. in der dortigen Trockenzeit) die meisten ihrer Blätter. Die Blätter sind zum größten Teil sehr knallig pink, und nur die Blattadern sind grün bis schwarz. Die beste Ausfärbung erreicht sie in sehr hellen, warmen Bedingungen. Sie blüht mit rosanen bis pinken Blüten. Von Begonia brevirimosa gibt es zwei Unterarten. Die Unterart exotica hat durchgehende pinke Streifen und fast das ganze Blatt ist pink, die Nominatform ( Begonia brevirimosa ssp. brevirimosa ) hat eher langezogene Punkte statt Streifen. Sie gehört innerhalb der Gattung Begonia zur Sektion Petermannia . Du erhältst eine Jungpflanze im 9 cm Topf, etwa 15 bis 20 cm hoch (siehe 2. und 3. Bild).

Updated: 2026-08-14 17:10 UTC
Terminalia catappa (Seemandelbaum)

Terminalia catappa (Seemandelbaum)

€14.99

Der Seemandelbaum, auch Katappenbaum, hat aufgrund der Verwendung seiner Blätter zur Wasseraufbereitung in der Aquaristik große Bekanntheit erlangt. Alle Teile der Pflanze enthalten relevante Mengen an antibiotischen, antimykotischen und entzündungshemmenden Inhaltsstoffen und helfen so bei der Gesunderhaltung der Aquarienfauna. Die Laichbereitschaft steigt und der Verpilzung des Laichs wird direkt vorgebeugt. Mit dieser Pflanze können sie ihre eigenen Seemandelblätter anbauen und sparen damit bares Geld, wenn Sie diese für Ihr Aquarium benutzen. Nur vorher trocknen, der Baum wirft regelmäßig alte Blätter ab. Es ist aber auch eine sehr attraktive und pflegeleichte Zimmer oder Wintergarten-Pflanze. Ursprünglich aus Südostasien stammend, kommt er heute in Küstenbereichen vieler tropischer Meere vor. In manchen Ländern wird dieser Baum daher bereits als Archaeophyt betrachtet und zur einheimischen Flora gerechnet. Sowohl die Samenschale, als auch der Same ("Seemandel") sind essbar, aber nur der Same auch wirklich genießbar. Der Seemandelbaum gehört innerhalb der Myrtenartigen zu den Combretaceae.

Updated: 2026-08-14 17:10 UTC
Rhizophora mangle (Rote Mangrove)

Rhizophora mangle (Rote Mangrove)

€7.99

Rhizophora mangle , die auch als Rote Mangrove bezeichnet wird, kann für Süß-, Brack- und Meerwasser-Aquarien gleichermaßen verwendet werden. Hier trägt sie z.B. zur Nitratreduktion bei. Sie ist aber auch als Topfpflanze bestens geeignet. Der Gattungsname Rhizophora bedeutet "Wurzelträger" und bezieht sich auf die charakteristischen Stelzwurzeln. Der sichtbare Teil der oft als Samen verkauften Jungpflanzen ist eigentlich das Hypokotyl des Keimlings, der so schon in der Frucht an der Mutterpflanze auskeimt (Viviparie) und sich dann in eine Ruhephase begibt bis passende Umweltbedingungen das Austreiben der Wurzeln und der Laubblätter stimuliert. Die rote Mangrove ist ein echtes Pioniergehölz der küstennahen Meer- und Brackwasserbereiche der immerwarmen Tropen auf der ganzen Welt. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet ist Mittel- und Südamerika (Karibik) und Teile Westafrikas. Dort bilden sie die Grundlage eines ganzen Ökosystems. Die Feinsedimente, die sich im Wurzeldickicht verfangen, bilden einen anoxischen Schlamm und beherbergen dauerhafte Bewohner wie Winkerkrabben oder Schlammspringer. So schützen sie die marinen Riffe vor dem Eintrag limnischer Sedimente und Nährstoffe und sind mit ihrem undurchdringlichen Wurzel-Labyrinth Kinderstube für eine Vielzahl von Rifffischen. Unsere Mangroven stammen aus nachhaltiger Quelle und unterstützen den Verein "Mangrow'", der sich für die Reinhaltung und Aufforstung von karibischen Mangrovenwäldern einsetzt. Weiterführender Link: https://mangrow971.wixsite.com/website Abb.: Rhizophora Mangroven sind die am weitesten in das Meerwasser vordringende Mangroven und haben lange Stelzwurzeln.

Updated: 2026-08-14 17:10 UTC
Artocarpus heterophyllus (Jackfruchtbaum)

Artocarpus heterophyllus (Jackfruchtbaum)

€19.99

Wer einmal in den Tropen eine 50 kg schwere Jackfrucht an einem Baum gesehen hat, vergisst dies wohl nicht mehr so schnell. Die Fruchtverbände werden einfach gigantisch groß und schmecken dazu auch noch außerordentlich gut. Durch das Gewicht der Früchte müssen diese direkt am Stamm des Baums gebildet werden (Kauliflorie). Dies kennt man sonst z.B. noch von Kakaofrüchten. Ebenso wenig vergisst man den nur sehr schwer abzuwaschenden Milchsaft, der aus alles Wunden austreten kann. Davon ab ist der Jackfruchtbaum aber auch eine attraktive Topfpflanze, die man durch Rückschnitt kleiner halten kann. Ursprünglich aus Indien stammend, werden Jackfrüchte heute in allen tropischen Ländern kultiviert. Der Jackfruchtbaum gehört innerhalb der Rosenartigen zu den Moraceae.

Updated: 2026-08-14 17:10 UTC
Begonia amphioxus

Begonia amphioxus

€9.99

Begonia amphioxus ist eine in der Natur äußerst seltene Art von Begonie aus der Sektion Petermannia die 1990 zum ersten Mal vom englischen Botaniker Martin Sands wissenschaftlich beschrieben wurde. Sie ist lediglich von zwei Steilwänden aus Kalkstein; Batu Punggul und Batu Tinahas; in der Nähe des Flusses Pensiangan auf der Insel Borneo bekannt. Dort wächst sie auf einer Höhe von 375m bis 425m ü. NN. in Moospolstern, die sich an die steile Felswand klammern. Sie verzweigt sich nur wenig, sondern sendet stattdessen immer wieder neue Stämmchen empor, die eine Länge von bis zu 60cm erreichen können, welche aber ab einer Höhe von ca. 20cm unter ihrem eigenen Gewicht zur Seite oder nach unten hängen. Die sehr schmalen und an beiden Enden zugespitzten Blätter sitzen peltat (schildförmig) auf dem Blattstiel. Daher auch der Name " amphioxus"; aus dem gr. amphi - "zu beiden Seiten" + oxys "spitz" . Die sehr auffälligen roten bis pinken Punkte auf dem Blättern können, abhängig von Umeltfaktoren unterschiedliche Größen haben. Diese äußerst ungewöhnliche Kombination machte eine Zuordnung dieser Begonie zunächst schwierig, da keine andere Begonienart auf der gesamten Insel Borneo ähnlich aussah. Erst eine genauere Betrachtung der Blüten und Früchte schaffte Klarheit, dass es sich um einen Vertreter der Sektion Petermannia handeln muss. Du erhältst eine schöne Jungpflanze mit mehreren Trieben im 6cm Topf.

Updated: 2026-08-14 17:10 UTC
Begonia bipinnatifida

Begonia bipinnatifida

€9.99

Begonia bipinnatifida ist eine Stammbegonie die ohne Stütze etwa 40 bis 60cm hoch wird, mit Stütze aber deutlich höher, bis über 1,2m. Sie kommt in Papua (Indonesien) vor und wächst dort an steinigen Stellen im Mittelhochland. Sie gehört zur Sektion Petermannia und wurde 1903 entdeckt und 1906 vom Botaniker J.J. Smith wissenschaftlich beschrieben. Die außergewöhnlichen Blätter sind doppelt (bi-) gefidert (-pinna). Auf den ersten Blick mag man sie gar nicht als Begonie erkennen, doch bei genauem hinsehen wird klar, dass es sich eigentlich um typische Begonienblätter handelt, es fehlt nur zum größten Teil die Lamina (das Blattgewebe) zwischen den Blattadern! Die Blätter werden etwa 12cm lang und 8cm breit. Ab einer Höhe von ca. 20cm blüht B. bipinnatifida mit überraschend großen, rosa Blüten. Bei wenig Licht werden die sonst grünen Blattoberseiten deutlich dunkler, bis hin zu fast schwarzer Farbe, wodurch sich ein fantastischer Kontrast mit den immer roten Unterseiten und Stämmen ergibt. Sie ist eine der wenigen Begonien, die in Terrarien kein Problem damit hat mehrmals täglich befeuchtet zu werden. Du erhältst eine ca. 5 bis 10 cm hohe Jungpflanze im 5 cm Topf. Beispiel sieht Bild 3 und 4 in der Galerie. Meist mehrstämmige Pflanzen! Die Fiederung der Blätter und die Ausfärbung sind noch nicht so stark ausgeprägt wie auf den Bildern der großen Pflanzen.

Updated: 2026-08-14 17:10 UTC