Monstera obliqua 'Peru'

Monstera obliqua 'Peru'

ID: #955320

Description

Monstera obliqua ist weit verbreitet und kommt vom Süden Mexikos bis nach Brasilien, Ecuador, Bolivien und Peru vor. Die meisten Funde stammen aus dem südlichen Ende ihres Verbreitungsgebiets, in Peru und Bolivien. Wie viele andere Vertreter ihrer Gattung mit großen Verbreitungen zeigt auch Monstera obliqua an unterschiedlichen Orten sehr unterschiedliche Blattmorphologien. So gibt es Formen, welche komplett unfenestrierte Blätter besitzen, Formen mit mäßig fenestrierten Blättern bis hin zu der hier angebotenen Form, die Blätter bildet, welche fast nur aus Löchern bestehen! Dabei bleibt ein und dieselbe Pflanze allerdings immer bei "ihrer" Form und wechselt nicht ihr Aussehen. Diese große Varianz wirft jedoch die Frage auf, wieso diese doch sehr unterschiedlich aussehenden Pflanzen alle zur selben Art gehören sollen. Wenn man sich nur die Extrembeispiele an beiden Enden dieses morphologischen Spektrums anschaut, dann scheint klar zu sein, dass es sich um sehr unterschiedliche Pflanzen handelt. In der Natur und auf Populationsebene wird man aber finden, dass es leider keine so klaren Abgrenzungen gibt. Alle Formen, von "nur Löcher" bis "keine Löcher" gehen dort, je nach Lebensraum, fließend ineinander über. In den eher trockenen Gegenden in ihrem Verbreitungsgebiet dominieren die robusteren, ungelochten Formen. In den sehr feuchten Gebieten findet man eher die Formen mit großen Löchern (siehe hier der Kommentar auf dem Herbarbeleg "bosque muy humedo tropical" = "sehr feuchter Tropenwald"). Wegen dieser großen Formenvielfalt wird Monstera obliqua von Botanikern auch nicht über Fenestrationen der Blätter identifiziert, sondern hauptsächlich über den Blütenstand und die Früchte, welche sich von der ansonsten ziemlich ähnlichen Monstera adansonii stark unterscheiden! In der originalen Artbeschreibung von 1844 werden Löcher im Blatt tatsächlich überhaupt nicht erwähnt. Diese ist auch bis heute gültig, da der Artname nach wie vor botanisch akzeptiert ist. Ein typisches Merkmal am Blatt gibt es allerdings, wodurch sich auch nicht blühende Exemplare einigermaßen gut identifizieren lassen: Die Blätter sind "schräg". Eine Seite ist stets größer als die andere und bei ausgewachsenen Pflanzen sieht man auch an der Blattbasis, dass eine Seite einen deutlichen "Lappen" hat, die andere nicht. Nach diesem Merkmal ist sie übrigens auch benannt, " obliqua " ist Latein für "schräg". Leider gilt dieses Merkmal nicht für absolute alle Populationen, sondern nur für die meisten. Eine sichere Identifikation ist also nur über die Blüten und Früchte möglich. Diese große Varianz hat leider auch dazu geführt, dass immer wieder behauptet wird es gäbe so etwas wie nur "eine" wahre M. obliqua . Man findet diese Behauptung in zahlreichen Blogs, Forenbeiträgen und sogar in Shops. Es wird sogar die abenteuerliche Behauptung aufgestellt, dass die "wahre" M. obliqua nur wenige male überhaupt in der Natur gefunden wurde. Das ist definitiv nicht korrekt und einfach Quatsch. Die Art ist weit verbreitet und sehr variabel. Wer mag, kann sich hier einen Überblick über mehrere hundert Herbarbelege von Monstera obliqua schaffen, welche alle von Botanikern identifiziert wurden, u.a. auch von Thomas B. Croat, der wahrscheinlich größten Koryphäe für Südamerikas Aroids. Die Form, die wir hier anbieten zeigt die wahrscheinlich extremste Ausprägung von Fenestration im ganzen Pflanzenreich. Die Lamina des Blattes ist vor allem bei ausgewachsenen Exemplaren bis auf ein absolutes Minimum reduziert. Sie stammt wahrscheinlich aus sehr feuchten Tieflandregenwäldern am Fuße der Anden in Peru und ist an die dortigen Bedingungen angepasst. Entsprechend ist diese Form von M. obliqua nur bedingt als Zimmerpflanze geeignet sondern sollte eher im Terrarium oder in der Pflanzenvitrine gepflegt werden. Du erhältst eine kräftige Jungpflanze im 6 cm Topf, ca. 15 bis 20 cm hoch.

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€14.99

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14 August 2026, 17:06 UTC

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